VintageRPM

Racing | Photography | Models

Die Intensivierung der Landwirtschaft hat die Verfügbarkeit von Nahrungsmitteln in den letzten Jahrzehnten stark erhöht. Dies hat jedoch zu erheblichen negativen Umweltauswirkungen geführt, wie z. B. der Anstieg der überaktiven Stickstoffüberversorgung, der Eutrophierung von Land- und Gewässern, Treibhausgasemissionen und Biodiversitätsverlusten1,2,3,4,5,6. Es wird allgemein angenommen, dass die landwirtschaftliche Produktion bis 2050 um 50 % weiter steigen muss, um die prognostizierte Weltbevölkerung von über 9 Milliarden zu ernähren7. Diese Herausforderung wird durch die Veränderung der Ernährungsmuster noch verschärft. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, die negativen Umweltauswirkungen der Landwirtschaft einzudämmen und gleichzeitig sicherzustellen, dass die gleiche Menge an Nahrungsmitteln geliefert werden kann. Es gibt viele Vorschläge zur Erreichung dieses Ziels, wie z. B. die weitere Steigerung der Effizienz in der Produktion und Ressourcennutzung oder die Annahme ganzheitlicher Ansätze wie Agrarökologie und ökologische Produktion oder die Reduzierung des Verbrauchs tierischer Produkte und Lebensmittelverschwendung8,9,10,11. Alle Szenarien werden dann im Vergleich zum Referenzszenario bewertet. Dazu wird eine von drei Bedingungen gewählt, nämlich dass die Szenarien die gleiche Menge an Kalorien für Lebensmittel oder die gleiche Menge Protein für Lebensmittel liefern oder die gleiche Fläche von Ackerland und Grünland wie das Referenzszenario verwenden. Nur bei Szenarien mit Verschwendungsreduktion wurde die Gesamtmenge an kalorien- oder proteinzuproduzierenden Kalorien entsprechend reduziert.

Diese Bedingungen werden länderweise auferlegt. Dies wird erreicht, indem die Anbauflächen, die Erzeugung und die im Inland verfügbaren Mengen entsprechend nach oben oder unten geändert werden, um dieses Ziel zu erreichen (Die Grünlandflächen werden konstant gehalten). Die Muster für die verschiedenen Waren bleiben dabei so nah wie möglich an dem im Referenzszenario beobachteten Muster (d.h. relative Anteile zwischen Warengruppen und zwischen Rohstoffen innerhalb dieser Gruppen). Änderungen in einigen dieser Muster sind jedoch in mehreren Szenarien unvermeidbar, z. B. wenn der Anteil der Hülsenfrüchte steigt und der Anteil der tierischen Produkte abnimmt. Während der Fleischverbrauch in einem Szenario zurückgehen kann, wird der relative Anteil von Hühner- und Schweinefleisch auf Länderebene beibehalten, ebenso wie der relative Anteil der verschiedenen Hülsenfrüchte auf Länderebene beibehalten wird, wenn die Gesamten der Hülsenfrüchteanteile steigen. Der ökologische Landbau wird als vielversprechender Ansatz zur Erreichung nachhaltiger Lebensmittelsysteme vorgeschlagen, aber auch seine Durchführbarkeit wird bestritten. Wir verwenden ein Modell für Lebensmittelsysteme, das sich mit agronomischen Eigenschaften des ökologischen Landbaus befasst, um die Rolle zu analysieren, die der ökologische Landbau in nachhaltigen Ernährungssystemen spielen könnte. Hier zeigen wir, dass eine 100%ige Umstellung auf ökologischen Landbau mehr Land benötigt als die konventionelle Landwirtschaft, aber den N-Überschuss und den Einsatz von Pestiziden reduziert.

In Kombination mit einer Verringerung der Lebensmittelverschwendung und dem Lebensmittelwettbewerb mit Futtermitteln aus Ackerland, mit entsprechend geringerem Verbrauch tierischer Erzeugnisse bleibt die Landnutzung im ökologischen Landbau jedoch unter dem Referenzszenario. Auch andere Indikatoren wie die Treibhausgasemissionen verbessern sich, aber eine ausreichende Stickstoffversorgung ist eine Herausforderung. Nachhaltige Lebensmittelsysteme müssen sich nicht nur auf die Produktion konzentrieren, sondern auch auf Abfall, Pflanzen- und Grasviehabhängigkeiten und menschlichen Verzehr. Keine der entsprechenden Strategien muss vollständig umgesetzt werden, und ihre kombinierte teilseitige Umsetzung sorgt für eine nachhaltigere Lebensmittelzukunft. Wir haben eine Reihe wichtiger Umweltindikatoren modelliert, aber wir haben die Auswirkungen auf die biologische Vielfalt nicht modelliert, da die Sorglosigkeit und – für viele Indikatoren – nicht angemessen sind, um solche in einem globalen Modell zu erfassen.